Vom Glück geküsst

Was ist Glück?

Nun, für jeden Menschen ist es wohl etwas anderes. Meist sind es wohl Dinge wie Gesundheit, Halt bei Freunden und Familie, eine harmonische Partnerschaft, seine Kinder, Erfolg im Beruf.

Oft laufen wir einem (vermeindlichen) Ideal hinterher, geprägt durch Medien, das eigene Elternhaus oder Vorbilder im eigenen Umfeld. Es mag Momente im Leben geben, in denen etwas fehlt und wir unzufrieden sind. Und manchmal dauert es vielleicht einige Zeit bis wir verstehen, was genau uns fehlt.
Viele Experten raten dazu, sich mit Stift und Zettel hinzusetzten und aufzuschreiben was man sich wünscht. Gut geeignet ist aber auch die Frage, wo man sich in einem, in drei oder in fünf Jahren sieht, bzw. sehen möchte.

Ich finde, das ist eine sehr gute Möglichkeit, sich selbst zu reflektieren. Darüber hinaus ist es überaus hilfreich, etwas schwarz auf weiß zu notieren. Das macht die derzeitige und viel wichtiger, die ersehnte Zukunft klarer.

Im Jahr 2020 habe ich selbst auch so eine Liste für mich erstellt. Weniger wegen der Corona-Pandemie. Vielmehr aufgrund von privaten Veränderungen in meinem Leben.
Nach der Scheidung von meinem Ehemann und den Umzug in eine andere Stadt war ich zunächst abgelenkt durch alles, was zu organisieren galt, und freute mich, meine Wohnung einzurichten.
Erst danach kam nach und nach Ruhe in mein Leben und ich konnte, nein ich musste die vergangenen Jahre verarbeiten. Ich musste mir meine Fehler eingestehen und mit vielem abschließen. Dabei hat es mir sehr geholfen, alles aufzuschreiben. Manchmal tat es auch weh, das möchte ich hier nicht verschweigen. Es war aber sehr befreiend.

Mein „Sonnenglas“

Ein weiteres Hilfsmittel nutze ich noch bis heute. Ein s.g. „Sonnenglas“. Leider ist es keine Idee von mir und weiß auch nicht mehr, wo ich davon gelesen habe. Aber es ist so genial, dass ich das mit Euch teilen möchte.

Ihr nehmt Euch ein Einmach- Bonbonglas, oder ähnliches. Nun einen Notizzettel, oder am besten schonmal mehrere. Auf jeden Zettel schreibt Ihr nun was Euch heute gutes passiert ist und was Euch besonders gefreut hat. Es geht dabei um ganz einfache, vielleicht zunächst banale Dinge.
Der Sonnenschein am Morgen, die „grüne Welle“, wenn Du in der Stadt unterwegs bist, oder das Lob einer Kollegin über dein Outfit.
Nur Mut! Sobald Ihr anfangt zu überlegen, fällt Euch auch bestimmt jeden Tag etwas ein 😉

Mein eigenes Sonnenglas!

Schon nach kurzer Zeit wird es einfacher etwas Positives, einfach etwas schönes zu finden. Faltet die Zettel dann zusammen und werft ihn in das Glas. Nach einem Monat schüttet Ihr das glas dann aus und schaut, was für tolle Momente da gesammelt wurden. Und das tolle daran, das großartige Gefühl, das Ihr in dem konkreten Moment hattet, könnt Ihr dann nocheinmal erleben!

Das funktioniert natürlich besonders dann, wenn Ihr Euch mal nicht so gut fühlt.
Oder Ihr macht ein Ritual daraus.
Am Ende des Monats, einmal im Quartal, oder zum Jahreswechsel. Einfach ein toller und ermutigender Rückblick!

Übrigens, ich selbst schreibe auf jeden Zettel auch noch das Datum. Aber das ist kein Muss.

Probiert es einfach mal aus und schreibt mir, wie Ihr es findet.

Gerne könnt Ihr diesen Post auch mit Freunden teilen.

Bleibt stark!

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